Wirtschaft & Landwirtschaft

Unternehmen

Hilfen für betroffene Unternehmen

Die Bayerische Staatsregierung stellt umfangreiche finanzielle Hilfen für betroffene Unternehmen in Aussicht. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat dazu alles Wichtige zusammengestellt, auch die Möglichkeit, Hilfen direkt dort zu beantragen:

  • Soforthilfe für Unternehmen
  • Finanzielle Überbrückungshilfen (Darlehen, Bürgschaften)
  • Kurzarbeit
  • Steuerstundung

Hier geht es zur Seite des Ministeriums.

Zu den Überbrückungshilfen (Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen) gibt es Informationen unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. Hier können Anträge eingereicht werden zu Überbrückungshilfen I bis III, Überbrückungshilfe III Plus, zur Neustarthilfe und Neustarthilfe Plus sowie zu den November- und Dezemberhilfen.

Soforthilfe für Unternehmen

Anlaufstelle zum Thema Soforthilfe/Härtefallfonds Corona bei der Wirtschaftsförderung der Regierung von Schwaben:

Telefon: 0821 327-2428 oder 0821 327-2310
E-Mail: soforthilfe-corona@reg-schw.bayern.de

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Verdienstausfallentschädigung

Ansprechpartner bei der Regierung von Schwaben zum Thema Infektionsschutzgesetz und Verdienstausfallentschädigung nach dem IfSG

Telefon: 0821 327-2310
E-Mail: verbraucherschutz@reg-schw.bayern.de

Informationen hier.

Infektionsschutz am Arbeitsplatz

Hier finden Sie die Arbeitsschutzstandards des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Wird in einem Betrieb ein positiver Fall von COVID-19 bekannt, so ermittelt das Gesundheitsamt den ansteckungsfähigen Zeitraum sowie alle Personen, die innerhalb dieses Zeitraums Kontakt mit der erkrankten Person gehabt haben. Jeweils im Einzelfall entscheidet das Gesundheitsamt, welche Kontaktpersonen sich in eine häusliche Quarantäne begeben müssen, und ordnet dies wo nötig an.

Eine Schließung des gesamten Betriebs wird dadurch nicht automatisch ausgelöst. Sie mag im Einzelfall dann infrage kommen, wenn so viele Mitarbeiter von einer Quarantäne betroffen sind, dass die Fortführung des Betriebs nicht mehr möglich oder nicht mehr wirtschaftlich ist. Diese Überlegung hat jedoch in erster Linie der Betrieb selbst zu treffen.

Um ein solches Szenario zu vermeiden, soll der Arbeitsplatz so kontaktarm wie möglich organisiert werden, also mit dem nötigen Abstand. Wo das notwendig und möglich ist, wird empfohlen, die Mitarbeiter in Teams, Gruppen oder Schichten einzuteilen, die jeweils nur untereinander Kontakte haben. Für den Fall einer Infektion kann so die Anzahl der Kontaktpersonen im Kollegenkreis überschaubar gehalten werden. Weitere Maßnahmen:

  • Pausen nur in kleinen Gruppen verbringen
  • bei unvermeidbaren Meetings: möglichst wenige Personen in einem möglichst großen Raum möglichst weit verteilt setzen,
  • Kontakte möglichst kurz halten,
  • wo möglich, persönliche Kommunikation auf Telefon und Mail umstellen.

Landwirtschaft & Saisonarbeitskräfte

Saisonarbeitskräfte

Für die Einreise von Saisonarbeitskräften nach Bayern gilt die Allgemeinverfügung für landwirtschaftliche Betriebe. Darunter fallen Betriebe der Landwirtschaft und des Gartenbaus, in denen

  • gleichzeitig mehr als 10 Beschäftigte einschließlich unentgeltlich tätiger Mitarbeiter (wie z. B. Familienangehörige), Leiharbeitnehmer, Beschäftigte eines Werkunternehmens und Personen tätig sind, die zum Zweck einer mindestens dreiwöchigen Arbeitsaufnahme nach Bayern einreisen (Saisonarbeitskräfte) oder
  • drei oder mehr Leiharbeitnehmer, Beschäftigte eines Werkunternehmens oder Saisonarbeitskräfte gleichzeitig tätig sind oder innerhalb des Geltungszeitraums dieser Allgemeinverfügung gleichzeitig tätig werden sollen.

Diese Betriebe dürfen Leiharbeitnehmer, Beschäftigte eines Werkunternehmens und Saisonarbeitskräfte nur dann beschäftigen, wenn die Person über ein ärztliches Zeugnis in deutscher oder englischer Sprache verfügt, das nachweist, dass keine Infektion mit dem Coronavirus vorliegt. Dieses Zeugnis muss aus einem vom RKI anerkannten Land stammen und darf bei Beginn der Arbeitsaufnahme nicht älter als 48 Stunden alt sein. Es muss sich dabei um einen PCR-Test handeln.

Zudem muss der Betrieb neue Arbeitskräfte 14 Tage vor Arbeitsaufnahme an das Landratsamt melden, und zwar mit folgenden Angaben:

  • Name des/der Beschäftigten
  • Unterbringungsort
  • Art und Zeitraum der Tätigkeit
  • Kontaktdaten des Betriebsinhabers.

Dafür bitte diese Liste verwenden.

Neben diesen besonderen Vorschriften für den Bereich der Landwirtschaft sind aber auch die allgemeinen Vorschriften für Einreisen aus dem Ausland zu beachten, insbesondere die Coronavirus-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV). Die Verordnung gilt derzeit für Einreisende aus Hochrisikogebieten und Virusvariantengebieten. Ob das Land, aus dem die Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter einreisen, zu einem dieser Gebiete gehört, finden Sie auf der Seite des Robert-Koch-Instituts.

Pflichten aus der CoronaEinreiseV

Sofern Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter aus einem solchen Gebiet einreisen, oder sich in den letzten 10 Tagen vor ihrer Einreise in einem solchen Gebiet aufgehalten haben, sind sie verpflichtet, sich vor ihrer Einreise über das elektronische Melde- und Informationssystem – Digitale Einreiseanmeldung anzumelden. In dieser Anmeldung ist auch anzugeben, dass es sich um eine landwirtschaftliche Saisonkraft handelt. Nur in Ausnahmefällen ist dies auch über die in der Anlage beigefügte Ersatzmeldung möglich. Nachweise über die erfolgte Anmeldung sind bei der Einreise mitzuführen.

Unabhängig vom Arbeitsbeginn besteht bei der Einreise aus einem der genannten Gebiete eine Test- und Nachweispflicht. Bei der Einreise aus einem Risikogebiet sind die Mitarbeiter verpflichtet, spätestens 48 Stunden nach der Einreise ein ärztliches Zeugnis oder ein Testergebnis hinsichtlich des Vorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus beim Landratsamt vorzulegen. Die Testung kann entweder maximal 48 Stunden vor der Einreise oder unverzüglich nach der Einreise in Deutschland vorgenommen werden. Das ärztliche Zeugnis bzw. das Testergebnis kann ebenfalls per Mail (corona.saisonkraefte@lra-aic-fdb.de) übersandt werden.

Bei Einreise aus einem Hochrisikogebiet oder einem Virusvariantengebiet muss das Testergebnis bereits bei der Einreise vorliegen und innerhalb von 24 Stunden nach der Einreise beim Landratsamt vorgelegt werden (ebenfalls per Mail). Welche Testverfahren bzw. Tests aus welchem Land diesbezüglich anerkannt sind, entnehmen Sie bitte den Ausführungen auf der Seite des Robert-Koch-Instituts.